Programm: Soziales und Familie
„Der Besuch von Kindergärten und Krabbelstuben muss tirolweit kostenlos sein.“
Obwohl erwerbstätige Frauen aus dem Berufsleben nicht mehr wegzudenken sind, arbeitet ein Großteil der hochqualifizierten Frauen unterqualifiziert, die Chancengleichheit fehlt, was sich auch in einem geringeren Verdienst niederschlägt. Hier muss radikal gegen gesteuert werden, indem Frauen und vor allem Frauen mit Kindern bzw. Familien unter die Arme gegriffen wird. Vor allem durch verstärkte Unterstützung im Bereich Kinderbetreuung und Elterninitiativen sowie durch kostenlose Kindergärten und Krabbelstuben.
KINDERBETREUUNG
Nicht in jeder Gemeinde ist Ganztagsbetreuung für alle Altersgruppen möglich. Deshalb sind neue Modelle zu entwickeln, etwa durch regionale Kinderbetreuungsnetzwerke. Ganztagskinderbetreuung und Ganztagsschulmodelle müssen in Tirol vorangetrieben werden. Dazu gehören auch sozial verträgliche und einheitliche Tarife und Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen. Die gezielte Förderung und Bildung für unseren Nachwuchs beginnt in der Krabbelstube und im Kindergarten, nicht erst in der Volksschule. Deshalb muss der Besuch dieser vorschulischen Einrichtungen kostenlos angeboten werden. Freie Sprengelwahl: Arbeits- und Wohnort sind nicht immer gleich, deshalb muss eine freie Kindergarten- und Schulwahl über die Sprengelgrenzen hinaus ermöglicht werden. Ebenso soll der privaten Betreuung von Kindergruppen wesentlich mehr Unterstützung zukommen als bisher.
PFLEGE
Pflege und Krankheit dürfen nicht mehr unterschiedlich bewertet werden. Leistungen der Krankenversicherungen gehören auf ein einheitliches österreichisches Niveau. Im Rahmen einer Zusammenlegung aller Krankenversicherungs-Träger in Tirol sollten Krankheit, Pflege und Behinderung als Krankenversicherungs-Leistung zusammengeführt werden.
Zur Sicherstellung von genügend Pflegepersonal muss die Umschulung in diesem Bereich erleichtert werden. Außerdem muss die Qualität der Pflegeeinrichtungen in Tirol zertifiziert und evaluiert sowie der Ausbau der ambulanten Pflege vorangetrieben werden.
SOZIALSPRENGEL IM FOKUS
Die Sozialsprengel sollen einheitliche Qualitäts- und Pflegestandards in allen Gemeinden anbieten. Unter dem Motto „Daheim statt im Heim“ sind die Sprengel in ihren Kompetenzen aufzuwerten und entsprechend finanziell zu dotieren. Die Sozialsprengel sollen Drehscheibe für ambulante und stationäre Pflege sowie Arzt und Spital werden. Die Pflegekosten dürfen nicht zur Vermögensfalle für die Hinterbliebenen werden. Zur Sicherung der Finanzierbarkeit der Pflegequalität schlägt die Liste die Einrichtung einer solidarischen Pflegeversicherung über die soziale Krankenversicherung vor.
KAMPF DER ARMUT
Der Ausbau der bewährten Sozialmarktideen soll in allen Bezirken voran getreiben werden. Ebenso sollen die Erhöhung des Heizkostenzuschusses des Landes nach Vorarlberger Muster, Sozialtarife bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbädern für Mindestrentner, Notstandshilfebezieher oder Alleinerzieher umgesetzt werden. Der Tiroler Familienpass soll zur Tiroler Familienkarte umgestaltet und das Leistungsangebot erweitert werden. Dieses soll sowohl von Einzelpersonen als auch Familien in Anspruch genommen werden können.
KINDER & JUGEND
Kinder haben Rechte, daran zweifelt heute niemand mehr. Aber die Interessen von Kindern und Jugendlichen spielen immer noch eine untergeordnete Rolle. Bei Entscheidungen in Politik und Verwaltung werden ihre Stimmen kaum gehört.
Die Liste bekennt sich zu einer gesetzlichen Verankerung der Kinderrechte als Grundrechte gemäß der UN-Kinderrechtskonvention und unterstützt alle diesbezüglichen Bemühungen:
- damit Kinder als eigenständige Persönlichkeiten anerkannt werden
- damit die Förderung und der Schutz der Kinder verbessert werden
- damit Kinder gehört und beteiligt werden, wenn es um ihre Belange geht
- damit der Staat und die Gesellschaft das Wohl der Kinder in den Mittelpunkt stellt
- damit Kinderrechte nicht nur mit einem Erfüllungsvorbehalt versehen sind, sondern auch bei Gericht einklagbar sind
Wenn Kinder und Jugendliche unsere Zukunft sind, dann sind alle Anstrengungen von Landesseite her zu unternehmen, um ihnen Tirol als ihren Lebensraum für die Zukunft zu erhalten und der künftigen Generation damit auch die Gestaltungsmöglichkeiten offen zu halten.
Ob auf EU-, Bundes- oder Landesebene: Es muss endlich mehr Geld in die Bildung unserer Kinder investiert werden. Die Liste bekennt sich zur Chancengleichheit von klein auf. Dazu gehören neben dem freien Zugang zur vorschulischen Ausbildung auch die Durchlässigkeit und Öffnung des Schulsystems.
CHANCENGLEICHHEIT
Ebenso gilt dies für den Bereich der musischen, kreativen, sozialen und sportlichen Ausbildungen. Die Liste Dinkhauser will den freien Zugang für alle Kinder und Jugendlichen, um möglichst viele junge Menschen bestmöglich zu fördern.
„Fordern und fördern“ – unter diesem Motto verlangt die Liste auch eine generelle Senkung der Klassenschülerhöchstzahlen in allen Schultypen. Kein Jugendlicher darf ohne Schul- oder Berufsabschluss bleiben. In diesem Sinne sind auch weiterführende Bildungsangebote für junge Menschen zu erstellen. Eine weitere wichtige Maßnahme ist der kostenlose Nachhilfeunterricht für alle Schülerinnen und Schüler, egal in welchem Schultyp. Um jungen Menschen von klein auf den öffentlichen Verkehr schmackhaft zu machen, sollen Kinder und Jugendliche bis zum 15. Lebensjahr die Tiroler Verkehrslinien kostenlos benutzen dürfen.
Die Liste Fritz Dinkhauser wird im Bereich Soziales zahlreiche Vorhaben umsetzen:
- Ständiges Preismonitoring bei Lebensmitteln
- Ausbau der bewährten Sozialmarktidee in den Bezirken
- Sozialtarife beim öffentlichen Verkehr für Mindestrentner, Notstandshilfebezieher und Alleinerzieher
- Barrierefreiheit im gesamten öffentlichen Bereich für Menschen mit Behinderung
- Aufbau eines zivilen Netzwerks zur gegenseitigen Unterstützung
- Schaffung eines Bürgerbüros im Landhaus und Servicebüros in allen Bezirkshauptmannschaften
„Es muss mehr Geld in die Bildung unserer Kinder investiert werden.“
Die Liste Fritz Dinkhauser will zum Thema Kinder, Jugend und Familie folgende Vorhaben umsetzen:
- Besuch der Kindergärten und Krabbelstuben kostenlos
- Kostenloser Zugang zu allen öffentlichen Sporteinrichtungen für Kinder und Jugendliche
- Musikschulbesuch und Sportvereinsaktivitäten für Kinder und Jugendliche zum Nulltarif
- Schulische Integration für Kinder mit Behinderungen
- Senkung der Klassenschülerzahlen zur deutlichen Verbesserung der Qualität des Unterrichts und gleichzeitig zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit von Junglehrern
unser programm im detail:
- wirtschaft und betriebe
- wohnen
- bildung
- lebensraum
- energie
- gemeinden
- verkehr
- soziales und familie
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- gesundheit und pflege
- steuerpolitik
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